Die Frau, die gegen Türen rannte

«Bettina Hoppe führt ihre Figur nicht vor, sondern verleiht ihr Vehemenz und Glaubwürdigkeit. Reeses minimalistische Inszenierung stellt zu Recht die Schauspielerin und ihre Kunst in den Mittelpunkt.» Theater heute.


Für Paula Spencer ist mit 39 Jahren das meiste in ihrem Leben schon gelaufen, und das nicht gut. In der Schule wird sie knapp über Sonderklassenniveau eingestuft. Zwischen abgestumpften Lehrern und zudringlichen Banknachbarn trainiert sie schmutziges Denken und abgebrühtes Benehmen. Dann gründet sie mit ihrer Jugendliebe Charlo eine Familie. Und immer wieder sitzt sie im Krankenhaus und erklärt ihre Verletzungen damit, dass sie gegen eine Tür gelaufen sei. Nun ist Charlo tot, und Paula beginnt zu sprechen. Booker-Preisträger Roddy Doyle (The Commitments) erzählt die Geschichte einer alkoholsüchtigen Frau, die allen Widerwärtigkeiten und Demütigungen zum Trotz ihr Leben in die Hand nimmt. Ein furioser Monolog über eine enttäuschte Liebe und den unermüdlichen Versuch, das Leben aus eigener Kraft in den Griff zu bekommen.

 

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